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Mitteilungen

Was ist ökologischer?

Der Schiffstransport von der Südhalbkugel oder die Langzeitlagerung regionaler Äpfel?

(Bild: © Heiner Müller-Elsner) Die Gemüsekiste bekommt einen Großteil der Äpfel vom demeter-Obsthof Augustin aus York (Altes Land). Der Obsthof beschreibt im Folgenden einmal aus seiner Sicht, unter welchen Aspekten ein Vergleich der Öko-Bilanz (Energie-Bilanz) von Import-Äpfeln und regionalen Lager-Äpfeln angestellt werden muß. Wir fanden das sehr interessant und möchten es Ihnen nicht vor enthalten:  

"Haben Sie es gelesen? Aktuellen Pressetexten zufolge haben die weit gereisten Äpfel von der Südhalbkugel im Frühjahr eine günstigere Energiebilanz als regional erzeugte. Die Langzeitlagerung verbrauche mehr Energie als der Schiffstransport. Im Fokus der öffentlichkeitswirksam aufbereiteten Information (wie z.B. von der BASF) steht jeweils die Menge der eingesetzten Energie, nicht aber deren Art und Umweltrelevanz. Während die Transportschiffe grundsätzlich fossile Energieträger verbrennen, verwendet die Bio-Obst Augustin KG für die Langzeitlagerung regenerative Energien. Zudem wurden die Langzeitlager jüngst auf neueste, energiesparende Technik und mit Systemen zur Wärmerückgewinnung ausgerüstet.
 
Umweltbewusstsein, auch in Bezug auf die Energieverwendung, hat in den Familien Augustin und Quast eine lange Geschichte. Im Jahr 1993 wurden auf dem Demeter-Betrieb von Katrin Augustins Bruder Heinrich Quast die ersten Windräder Hamburgs in Betrieb genommen (siehe http://www.bioaugustin.de/pop-wind-und-aepfel.html). Diese erzeugen auch heute noch Strom – und zwar mehr als alle fünf Zulieferbetriebe und die Bio-Obst Augustin zusammen jährlich verbrauchen. Dieses war Dierk Augustin nicht genug. Im Sommer 2008 wurde die gesamte Technik der Kühl- und Langzeitläger auf neueste, energiesparendste Technologie umgerüstet.

Zudem wird die Abwärme aus den Lagerräumen nun in einem Pufferspeicher aufgefangen und zur Beheizung der Wohn- und Gewerberäume eingesetzt. Wenn der Wärmebedarf sehr hoch ist, wird eine Holzhackschnitzelheizung zugeschaltet. Diese wird mit dem Holz der gerodeten Obstbäume gespeist. So konnten alle Gasheizungen entfernt werden und der Betrieb ist in Bezug auf den Wärmebedarf vollkommen autark. Die Anlage ist in dieser Form einzigartig und ein echtes Pionierprojekt.

Auch mit dem Einsatz energiesparendster Technologie bleibt der Bedarf an elektrischer Energie bei der Bio-Obst Augustin KG nicht unwesentlich. Zusätzlich zu der positiven Energiebilanz durch die Windräder möchte Dierk Augustin deshalb in diesem Bereich weiter investieren. Dafür soll nun ein Energiegutachten erstellt werden. Basierend auf den Verbrauchswerten und neuesten technischen Möglichkeiten, beispielsweise in der Photovoltaik, sollen dann weitere Entscheidungen getroffen werden. Bis dahin wird zusätzlich benötigter Strom als Ökostrom von Greenpeace Energy bezogen."

Text: O. Schädlich, AugustinYork 2009

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