Auch ganz super – unsere Superfood-Alternativen aus der Heimat

Als Getreide, Pulver, Kapseln, Samen und getrocknete Beeren mit reichlich Antioxidantien, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren kommen sie daher und machen den heimischen Produkten schnell den Garaus. Sie versprechen uns viel und kosten nicht weniger. Doch das Konzept geht auf! Immer mehr der exotischen Produkte werden produziert und verschifft, um schließlich bei uns im Grünen Smoothie oder der beliebten Smoothie Bowl auf den Tischen zu landen.

Die Rede ist von Quinoa, Açaí, Chia, Goji, Maqui oder auch Moringa. Ihr Vorteil: sie zeichnen sich meist durch einen besonders hohen Gehalt an Nährstoffen und Vitaminen aus. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften sollen zahlreich sein. Immer wieder hört man von ihrem massiven antioxidativen Potential, wodurch sie die Zellerneuerung des Körpers voranbringen und nicht nur schlank und schön machen sollen, sondern durch eine Stärkung des Immunsystems angeblich auch vor bestimmten Krankheiten schützen.

So positiv es auch ist, sich mit seiner Ernährung und den Inhaltsstoffen der Lebensmittel auseinanderzusetzen, so wenig sollte man außer Acht lassen, was deren Produktion und Vermarktung mit unserer (Um-)Welt machen.

Denn die Nachfrage steigt. Inzwischen sind nicht nur Privathaushalte auf den Genuss der Super-Produkte gekommen, sondern auch die Industrie. So haben Konsumgiganten wie McDonalds und andere Fastfood-Ketten den Trend längst aufgegriffen. Mit Quinoa-Burger und Co., haben sie den Status der Produkte zusätzlich in die Höhe getrieben. Doch der Bekanntheitsgrad von Avocado, Pseudogetreide und Co. bringt negative Folgen wie einen extrem hohen Wasserverbrauch, Abholzungen und explodierende Preise mit sich. Darunter leiden Tiere und Menschen, die in den Anbaugebieten leben gleichermaßen. Die Flächen auf denen Superfoods produziert werden, sind stark strapaziert und Kleinbauern, die sich seit Generationen von den heimischen Produkten ernähren und diese als Haupteinkommensquelle nutzen, haben gegen den Anbau der Unternehmen auf großen Plantagen kaum noch eine Chance. Leisten kann sich das gemeine Volk die heimischen Erzeugnisse schon lange nicht mehr und verliert damit ein jahrtausendealtes Grundnahrungsmittel.

Wir möchten unseren Blick zurück auf die Zutaten der Alltagsküche lenken, denn auch von ihnen dürfen wir großes erwarten. Um den Umstieg auf heimische Produkte zu vereinfachen, haben wir eine Liste an Alternativen zusammengestellt.

So können statt Moringablätter auch herkömmliche Petersilie und Kresse wichtige Nährstoffe wie Kalium und Kalzium liefern. Auf Brot oder im Grünen Smoothie lassen sie sich schmackhaft zubereiten. Maca Wurzel kann durch Möhre, Kartoffel, Pastinake und Petersilienwurzel ersetzt werden, um nur einige von ihnen zu nennen. Wie sich Quinoa, Spirulina oder auch Goji-Beeren ganz leicht austauschen lassen, sehen Sie auf unserer Abbildung. Wir freuen uns darüber, wenn Sie auf Instagram (@gemuesekistler) Ihre Superfood-Alternativen mit uns teilen und helfen, Anregungen für gesunde Rezepte zu schaffen.

Denn auch unsere heimischen Erzeugnisse sind ganz schön super.

Liste der heimischen Superfoods herunterladen

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